Weitere Projekte der Lebenshaus-Stiftung
Rentenberatung für Menschen mit HIV/AIDS
Auf Basis eines Werkvertrages mit einer Rentenberaterin
wird seit Januar 2004 im Auftrag der Stiftung
Rentenberatung für Menschen mit
AIDS in den Räumen der AIDS-Hilfe Köln
durchgeführt.
Viele Menschen mit
AIDS sind krankheitsbedingt und schon in jungen
Jahren nicht mehr oder nur noch vermindert
erwerbstätig. Mit Blick auf häufig wechselnde
Rechtsgrundlagen und zunehmender Bedeutung von privater
Vorsorge kann professionelle Beratung von existenzieller
Bedeutung sein. Im
Das Angebot steht für Menschen mit
AIDS kostenlos zur Verfügung. Im Jahr 2004
wurden über vierzig
Beratungsgespräche durchgeführt.
Terminvereinbarung ist telefonisch möglich bei der AIDS-Hilfe Köln.
Das Spritzentauschprojekt
Dieses Projekt des Ministeriums für Gesundheit,
Soziales Frauen und Familie wird landesweit koordiniert von
der AIDS-Hilfe NRW. Im Jahr 2004 hat die Stiftung den
Betrieb der Kölner Spritzenautomaten von der
AIDS-Hilfe Köln übernommen. Derzeit werden
insgesamt sechs Automaten von der Stiftung betrieben.
Die Standorte der Automaten sind gemäß
verstärkter Präsenz von drogengebrauchenden
Menschen am Ebertplatz, Ytzhak-Rabin-Platz, Alpener Platz,
Londoner Platz, Stadtpark Mühlheim und
Geestemünder Straße.
Zusätzlich zu den Automaten, bei denen sterile
Spritzbestecke (Kanülen, Spritzen, Pflegesets) und
Kondome zum Selbstkostenpreis bezogen und vor allem auch
wieder entsorgt werden können, organisiert die
Stiftung die Möglichkeit des Spritzentauschs in den
Räumen der AIDS-Hilfe Köln.
Über die sechs Automaten im Stadtgebiet wurden in
2004 über 10.000 Spritzbestecke und über 1.600
Kondome ausgegeben. Beim Spritzentausch in der AIDS-Hilfe
wurden im Jahr 2004 4000 sterile Spritzen und 4959
Kanülen gegen gebrauchte Nadeln und Spritzen
getauscht.
Unter Berücksichtigung der Tatsache, dass jede
sterile Spritze/Kanüle eine potenziell verhinderte
Neuinfektion darstellt und jede eingesammelte Kanüle
gesundheitliche Risiken für andere Personen reduziert,
ist dieses Projekt durchaus als bedeutender Baustein in der
HIV-Prävention im Bereich der
Drogengebraucher zu sehen.
Die Betreuung der Automaten wird zunehmend in Patenschaft
von ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern übernommen, die
Koordination liegt bei einem hauptamtlichen Mitarbeiter der
AIDS-Hilfe Köln.
„Kaffeeklatsch“ in der Uni-Klinik
Der „Kaffeeklatsch“ ist ein Kontakt- und Betreuungsangebot für die Patienten in Haus 16 der Uni-Klinik Köln. Das Angebot wird einmal wöchentlich von ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern durchgeführt und einem hauptamtlichen Mitarbeiter der AIDS-Hilfe Köln koordiniert. Bei Vergabe von Kaffee und Kuchen auf der Station 16 besteht die Möglichkeit für die Patienten, unverbindlich in Kontakt zu treten und sich darüber auch über Angebote für Menschen mit HIV/ AIDS in Köln zu informieren bzw. weitergehende Kontakte in Anspruch zu nehmen. Neben der Kontaktarbeit zu den Patienten bedeutet das Angebot auch einen wichtigen Bestandteil der Vernetzung zwischen der Uni-Klinik, der AIDS-Hilfe und der Stiftung.